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SKG-Schweizermeisterschaft 2006, Als mich die TKGS für die Nominierung als Prüfungsrichter für die SM 2006 anfragte, habe ich mich sehr auf diesen Einsatz gefreut. Die Nominierung für die Funktion als Prüfungsrichters bedeutet Verantwortung und Herausforderung zu gleich. Soll doch an diesem grossen, hundesportlichen Anlass das Können der verschiedenen Rassen im fairen Wettkampf unter Beweis gestellt werden. Verdankensweise haben sich viele Tessiner Hundesportkameradinnen und Kameraden für die Organisation und Durchführung der SM ins Zeug gelegt. Dieses enorme Engagement verdient den allergrössten Respekt und Dank. Nebst all dem Lob und Dank ist zu berücksichtigen, dass Organisator, TKGS, Richter, Helfer und viele weitere Funktionäre, aber trotzdem nicht im Zentrum stehen. Nein, im Zentrum stehen die Hundeführerinnen und Hundeführer, welche unter grossem Aufwand, Verzicht sowie Hoch und Tiefs mit ihren Vierbeinern sich dieser enormen Herausforderung stellen. Am Bankett sowie auch vor der Rangverkündigung wurde in drei Landessprachen, Leistung und Sportlichkeit verdankt. Dabei ist aber ein wesentlicher Aspekt vergessen gegangen, die Entschuldigung an die Prüfungsklasse VPG. Diese war wieder einmal mehr die geprellte Arbeitsklasse. Die VPG 3 Hundeführerinnen und Hundeführer wurden mit ihren Hunden an Anforderungen gebunden, welche im krassen Gegensatz zur Prüfungsordnung stehen. So heisst es doch in unserer PO 88, auf der ersten Seite der Einleitung; Prüfungen müssen sich an ein bestimmtes einheitliches Schema halten, um alle Hundeführer und Hunde vor möglichst gleiche Aufgaben zu stellen. Prüfungen sollen auf der Grundlage sportlich-fairer Gesinnung und der Beachtung des Tierschutzgedankens Auskunft über den Leistungsstand von Hundeführer und Hund erteilen. Jetzt soll mir doch jemand erklären, wo hier diese Grundsätze erfüllt werden, wenn der Unterordnungsplatz der VPG ca. 100 Meter neben dem Schutzdienstplatz der IPO angelegt wurde. Wo hatten den die VPG Teilnehmer gleiche Bedingungen, wenn einige, während auf dem IPO Platz Schutzdienst lief, ihre Unterordnung absolvieren mussten und andere diese erledigen konnten wo keine Aktivität auf dem IPO Gelände war? Wo ist denn die sportlich –faire Gesinnung, wenn Hundeführer der VPG Klasse mit dieser schweren Ablenkung zu kämpfen hatten, teilweise sogar durch IPO Sportskameraden ausgelacht wurden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden gibt es für mich verschiedene Lösungsansätze: Ich meine wenn es nicht unbedingt als eine Notwendigkeit erachtet wird, das zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen ein vertretbarer Abstand herrscht, warum hat man dann die Unterordnung der IPO, mit der Schussabgabe weit ausserhalb des Station platziert? Die beste Lösung aber wäre, wir nehmen die nationale Prüfungsklasse VPG als hohe Leistungsanforderung wahr und setzen uns für die Werte dieser PO ein. Wir erweisen somit den VPG – Hundesportler nicht nur den verdienten Respekt, sondern leisten auch einen Beitrag zur Erhaltung der nationalen Prüfungsarbeit. Bruno Thalmann,
Prüfungsrichter |
Hundehandel: An dieser Medienkonferenz hat Marc Rissi einen Film über das Thema «Hunde sind keine Handelsware» und Barbara Marty Kälin eine Motion zum gleichen Thema vorgestellt. Leider hat dieser Anlass in den Medien zu keinen Reaktionen geführt. Die einzige ausführliche Dokumentation war in «hunde-online» zu lesen. Der Redaktion von „Blick“ war diese Medienkonferenz gerade eine Kurzfassung wert. Eigentlich schade. Beisst irgendwo ein Hund zu, wird das von den Medien ausgeschlachtet bis zum geht nicht mehr. Wenn es aber darum geht, das Übel solcher Beissunfälle an der Wurzel zu packen, wird nicht darüber berichtet. Solche Berichte sind anscheinend zu wenig «blutrünstig» und kurbeln die Auflagezahlen nicht an. Aber gerade beim Hundehandel müsste man doch den Hebel ansetzen. Da werden an Autobahnraststätten und Grenzübergängen (vor allem Lustenau-Au) verhaltensgestörte und kranke Welpen verschachert. Und der Käufer freut sich auch noch, ein «Schnäppchen» gemacht zu haben. Dass er danach entweder ein Heidengeld für den Tierarzt aufwenden muss oder der Welpe schon in den ersten Wochen stirbt, davon spricht niemand. Und der Tod des kleinen Süleyman hätte verhindert werden können, wenn damals schon so ein Gesetz in Kraft gewesen wäre. Nationalrätin Barbara Marty Kälin reicht nun in der Sondersession eine Motion ein, die diesen Hundehandel stoppen und damit auch das Risiko von Beissunfällen vermindern soll. Warum schreiben da die Medien nicht darüber? Weil es einfach ein zu positives Thema in dieser Sache ist? Es ist anscheinend einfacher, über Beissattacken und Bestien zu schreiben, statt sie zu verhindern!! Hoffen wir, dass Barbara Marty Kälin mit ihrer Motion Erfolg hat. Nur auf diesem Weg kann diesen Hundehändlern das Handwerk gelegt werden. Elisabeth Vetsch |