Erziehung
Leseproben für Nichtabonnenten

WelpenLERNspielgruppe
Im Welpenalter werden die Weichen für das Wesen unserer Hunde gestellt
Motivationstechniken: Wo liegt die Grenze zwischen Bestätigung und Bestechung?
Clickern in allen Lebenslagen?!
Erziehung des Hundes: Klare Regeln müssen sein!
 
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WelpenLERNspielgruppe
Im Welpenalter werden die Weichen für das Wesen unserer Hunde gestellt

Ein Hund kann dann am besten unsere Erwartungen erfüllen, wenn während seiner frühen Entwicklung die Umwelt all die grundsätzlichen Qualitäten und Herausforderungen aufweist, denen er auch während seiner späteren Haltung gegenübersteht.
Durch die Übernahme eines Welpen und die damit einhergehende Trennung aus der Wurfgemeinschaft, erfolgt ein jäher Abbruch der artgerechten Entwicklung. Das so wichtige Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen, bei dem der Welpe Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden lernen kann, geht durch den Verlust der Wurfgeschwister verloren. Der neue Hundehalter übernimmt damit auch die Verantwortung über die weitere Entwicklung des Welpen. Er muss dem Welpen, entsprechend seiner Lernfähigkeit, die richtigen Lernmöglichkeiten anbieten. Denn die frühen Vorgänge des Lernens prägen sein späteres Verhalten und Wesen.
Frühe Erfahrungen, die ein Leben lang bleiben, verbinden innerlich auch Mensch und Hund. Deshalb ist es für beide Seiten wichtig, von Anfang an zu lernen, miteinander richtig umzugehen.
Wie wird In der WelpenLERNspielgruppe wird Einfluss auf die Verhaltensentwicklung des Hundes genommen? Wie nehmen in der WelpenLERNspielgruppe Übungsleiter und Hundeführer gemeinsamen Einfluss auf die Entwicklung und das spätere Wesen des Hundes? Welche Anregungen findet der Hundehalter – vor allem wenn es der erste Welpe ist – in der WelpenLERNspielgruppe, die ihm helfen, ein verantwortungsvoller Hundeführer zu werden? Welche Voraussetzungen muss der WelpenLERNspielplatz erfüllen? Welche Kriterien sind für die Wahl einer WelpenLERNspielgruppe ausschlaggebend?

Der vollständige Bericht ist für Abonnentinnen und Abonnenten auf der Seite «Erziehung» von hunde-online verfügbar.

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Motivationstechniken: Wo liegt die Grenze zwischen Bestätigung und Bestechung?

Am 20. und 21. Mai fanden sich in Oberhasli/Schweiz zahlreiche Besucher zum Seminar «Motivationstechniken» von Thomas und Ina Baumann ein. Nicht nur aus der ganzen Schweiz, sondern auch aus Deutschland reisten die Teilnehmer an, um den von Idee.Chien/Hundeideen veranstalteten Kurs zu besuchen.
Thomas und Ina Baumann präsentierten einen spannenden Vortrag zur Einführung in die theoretischen Grundlagen. Mit einer Präsentation wurden die verschiedenen Themenpunkte vorgestellt und mit Videos detailliert erläutert. Danach ging es zur praktischen Arbeit ins Freie. Alle Arbeiten wurden auf Videos aufgezeichnet und nach jeder Gruppe sofort und umfangreich besprochen.
Was ist denn Motivation? Die soziale Motivation und Futter- und Spielmotivation wurden an diesem Seminar erläutert.

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Clickern in allen Lebenslagen?!

Seit einigen Jahren erlebt er einen ungeahnten Boom: Der Knackfrosch, der früher nur als Spielzeug für Kinder interessant und beliebt war. Nun haben Hundehalter, Hundevereine und Hundeschulen den
«Clicker» neu entdeckt und dabei eine Seite dieses Spielzeuges enthüllt, die zwar primär noch immer etwas mit Spielen zu tun hat, aber bei genauem Hinsehen ein unbezahlbares Hilfsmittel bei der Erziehung und Ausbildung von Hunden geworden ist.
Meinen ersten Kontakt mit dem Clicker hatte ich in einem Hundesportverein, dem VdH Reutlingen in Süddeutschland. Damals hatte ich gerade eine kleine Dobermannhündin namens «Biene» zu mir geholt und konnte so von Beginn an ihre Erziehung und Ausbildung über die positive Motivation und über den Clicker aufbauen. Vorab kann ich jetzt schon sagen, dass ich jeden nächsten Hund jederzeit wieder so aufziehen und ausbilden würde!

Eines darf man allerdings nicht glauben: Clickertraining ist kein Allheilmittel, das alle Hundeprobleme schlagartig beseitigt, sondern schlichtweg die Übertragung allgemeingültiger, lerntheoretischer Grundlagen in die Hundewelt. Leider ist uns Menschen ja in den letzten Jahrzehnten das natürliche Verständnis für das Lebewesen Hund wie auch für die Natur und Tiere allgemein nachhaltig verloren gegangen. Um nun zu verstehen, was hinter dieser Ausbildungsmethode mit dem «Clicker» steckt, müssen Sie einen kleinen Ausflug in die Verhaltenskunde und der Lerntheorie mit mir machen, deren Verständnis Ihnen einen ganz neuen Zugang zu Ihrem Hund erlauben wird.

Schauen wir uns zuerst einmal den Unterschied zwischen der herkömmlichen Ausbildung, die über die «klassische Konditionierung» abläuft, und der Clickermethode an, welche auf der sogenannten «operanten Konditionierung» basiert. Bei der herkömmlichen Ausbildungsmethode wird dem Hund mittels direkter Einwirkung gezeigt, was er zu tun hat. Beim Hörzeichen «Sitz» z.B. wird der Hund durch einen Leinenruck nach oben und einem gleichzeitigen Druck auf das Hinterteil dazu gebracht, sich hinzusetzen. Lernphysiologisch ausgedrückt: Der Mensch agiert, der Hund reagiert, und unangenehm für den Hund ist es meistens dazu.
Bei der operanten Konditionierung dagegen lässt man den Hund agieren, und wir reagieren auf das, was er uns an Verhaltensformen anbietet: Entweder reagieren wir gar nicht, wenn ein Verhalten seinerseits nicht erwünscht ist, oder wir belohnen ihn, weil er ein Verhalten zeigt, das wir haben möchten.

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Erziehung des Hundes: Klare Regeln müssen sein!

Ein gut erzogener Hund ist eine Freude: für den Hundehalter, für seine Umgebung und auch für den Hund selbst. Der Hundehalter kann sich sicher mit seinem vierbeinigen Partner in allen Situationen und «Lebenslagen» bewegen; die Personen in der Umgebung des Hundeführers fühlen sich sicher, und der Hund selbst führt ein ausgeglichenes Leben, da er weiss, was von ihm erwartet wird.

Antiautorität ist in der Hundeerziehung nicht angebracht – und schon gar nicht im täglichen Umgang mit dem Hund. Autorität wird aber häufig falsch ausgelegt, und nur deshalb führt die Hundeerziehung häufig zu Problemen. Autorität heisst, dass der Ranghöhere in Rudel (also der Mensch) die Regeln bestimmt, nach denen gelebt wird. Mit Gewalt und Zwang hat dies überhaupt nichts zu tun, sondern Autorität stellt die Überlegenheit des Rudelführers dar................

..............Familienhundehalter haben oft eine falsche Vorstellung von der Lernfähigkeit ihres vierbeinigen Partners. Wenn Sie sich entscheiden, einen Welpen bei sich aufzunehmen, müssen Sie sich bewusst sein, dass die ersten zwei Jahre mit Ihrem neuen Familienmitglied sehr arbeitsintensiv sind. Nach der Übernahme des Welpen sollten Sie mit ihm eine Welpenspielgruppe besuchen. Diese Gruppen finden meist einen nahtlosen Übergang in eine Junghundegruppe. Danach ist der richtige Zeitpunkt, einen Erziehungskurs zu besuchen, der das bereits Gelernte abrundet.

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